Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V.

Stellungnahme zur Verleihung des Echo-Preises 2018 Diese Texte sind antisemitisch, frauenfeindlich und homophob

Stellungnahme

Mit Entsetzen hat der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Verleihung des Echo-Preises 2018 an Kollegah und Farid Bang zur Kenntnis genommen.

Die Texte sind antisemitisch, frauenfeindlich und homophob. Sie widersprechen den ethischen Prinzipien unserer Gesellschaft.

Wir teilen und unterstützen die Meinung unseres Preisträgers der Buber-Rosenzweig-Medaille 2018, Peter Maffay, der auf Facebook postet: „Der Echo, die Verleihung dieses Jahr, war eine Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land. Gleichzeitig zeigt sie die Erosion in unserer Gesellschaft und im Musikgeschehen auf, die sich seit einigen Jahren abgezeichnet hatte und am Donnerstag vergangener Woche ihren vorläufigen Höhepunkt erfuhr. Wie auch die Mischung aus Dummheit, Feigheit und fachlicher Inkompetenz. Zur Tagesordnung jetzt überzugehen, geht nicht. Es muss eine Aufarbeitung geben.“

Wir verurteilen die Verleihung des Preises an Kollegah und Farid Bang aufs Schärfste und fordern den Echo-Ethikrat auf, unverzüglich Konsequenzen zu ergreifen.

Bad Nauheim, 18. März 2018

Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Dieser Frage ging der Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V., Hermann Schröder, in seinem Vortrag nach und er stellte gleich zu Beginn seines Vortrages zu dieser schwierigen Thematik die Frage in den Raum:

„Kann man bei dieser Fragestellung neutral bleiben bzw. sein?“

Hermann Schröder näherte sich der Beantwortung anhand zahlreicher historischer Begebenheiten wie z. B.

1429 v. Chr. - Eroberungszug des Pharaos Amenhotep II.

627 - Völkermord an den Banu Quraiza, einem jüdischen Stamm in Medina

1799 - Napoleons Proklamation „Rechtmäßige Erben Palästinas - kehrt zurück zu euren Wurzeln.“

1915 - Hussein - McMahon Korrespondenz

1916 - Sykes-Picot Abkommen

1917 - Balfour - Deklaration

1937 - Peel-Kommission

1947 - UN Teilungsplan

1967 - Sechstagekrieg

1973 - Jom-Kippur-Krieg

1978 - Camp David

Eine Vielzahl von weiteren historischen Ereignisse und Entwicklungen mit Hintergründen und Erläuterungen sind dem vollständigen Vortrag zu entnehmen, der an dieser Stelle eingesehen werden kann: Vortrag hier klicken.

Bei der Thematik und dem interessierten und kenntnisreichen Publikum war die anschließende angeregte Diskussion vorauszusehen. Die stellvertretende Gesellschaftsvorsitzende Frauke Maschmeyer Pühl moderierte aber souverän die sachlichen Debattenbeiträge und Anmerkungen.


 

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