Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V.

Reise nach Groningen am 16. Juni 2019

Die Teilnehmer der Excursion in der Synagoge Folkingestraat Groningen

Die Teilnehmer der Excursion in der Synagoge Folkingestraat Groningen

Mitglieder und Freunde der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit besuchten die Synagoge und das ehemalige jüdische Viertel.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland (GCJZ) fuhr nach Groningen, um die Spuren jüdischen Lebens zu erkunden. Zunächst wurde mit kompetenter Führung die 1906 eingeweihte Synagoge in der Folkingestraat besichtigt. Sie hat eine architektonische Nähe zu der im Jahr 1938 von den Nationalsozialisten abgebrannten Synagoge in Leer. Ein Gang durch das ehemalige jüdische Viertel um die Folkingestraat schloss sich an. Vor Ort wurden die Teilnehmer von Vertretern der “Stichting Folkingestraat Synagoge Groningen” begleitet. Alle Teilnehmer waren beeindruckt von der Fülle der Informationen. Auch in Groningen wurde uns wieder deutlich, welchen Verlust an jüdischen Leben eine Stadt durch den Holocaust erfahren hat, so der Vorsitzende der GCJZ, Wolfgang Kellner.

Zwei verschiedene Türen

(persönliche Stellungnahme einer Teilnehmerin) 

Am 16. Juni 2019 nahmen 30 Mitglieder der Gesellschaft für Christlich- jüdische Zusammenarbeit aus Leer eine Exkursion zur Synagoge in Groningen wahr. Der Segensspruch vor der Eingangstür des Gebäudes lautet vom Hebräischen ins Deutsche übersetzt: " Gesegnet seist Du beim Hineingehen und gesegnet seist Du beim Hinausgehen."

Die Synagoge in Groningen wurde nach den Plänen des niederländischen Architekten Tjeerd Kuipers (1857-1942)gebaut und 1906 eingeweiht. Das Gebäude ist Nachfolger früherer Synagogen der Stadt, in der eine jüdische Gemeinde seit 1744 existierte. Künstlerisch ist es im neobyzantinischen Stil mit neo-maurischen Elementen ausgeführt.

Die Adresse: Folkingestraat 60, 9711 Groningen , NL

In zwei Gruppen erfolgten Führungen mit ausführlichen Erklärungen...wobei  bereits die eigene, stille Betrachtung der Synagogenausstattung ,besonders durch das  Vitrinen- Anschauungsmaterial, äusserst interessante Impulse bot.

Ebenfalls erfolgte eine Führung  durch das jüdische Viertel, das geprägt ist durch markante, historische Bauten, künstlerische Zeichen und viele Besonderheiten. Besonders erwähnenswert erscheint mir persönlich die abstrakte Arbeit eines Künstlers vis-à-vis der Synagoge. Es handelt sich um eine Tür ohne Türgriff. Uns wurde erklärt, dieses habe zu bedeuten, dass die Tür für immer geschlossen sei, unwiderruflich, die jüdischen Menschen dahinter vernichtet...niemals sei diese Tür wieder zu öffnen. Ein Symbol, das mich zutiefst berührt.

Als eine grosse Glaubens- und Wissensbereicherung können alle Teilnehmer/-innen auf diese Exkursion zurückblicken.

Ute Thielke


 

Website Erstellung durch OSG neue Medien mbh, Oldenburg