Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V.

Ehemaliges Synagogengrundstück

Der Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. hat mehrfach die Situation des ehemaligen Synagogengrundstückes thematisiert. Wie auf ihrer letzten Sitzung beschlossen, wurde den Fraktionen im Rat der Stadt Leer folgender Antrag übermittelt:

„Das ehemalige Synagogen-Grundstück an der Ecke Friesenstr./Heisfelderstr. ist in seinem derzeitigen Zustand ein Schandfleck  (eine ähnliche Situation gibt es  auch im Ortsteil Loga) für die Stadt Leer.

Die Gesellschaft ist sich mit vielen Bürgern darin einig, dass dieser Zustand verändert werden muss.

Wir beantragen daher die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet um die Kreuzung “Bummert” um diesen städtebaulichen Missstand mit evtl. Altlasten zu beheben. In diesem Bebauungsplan soll neben verkehrlichen Belangen auch das ehemalige Synagogen-Grundstück als Sondergebiet für eine Gedenkstätte ausgewiesen werden. Außerdem sollte auch  an dieser prominenten Stelle der Stadt eine qualitativ hochwertige Entwicklung der Nachbargrundstücke ermöglicht werden.

Wir bitten, den Aufstellungsbeschluss baldmöglichst zu fassen.“

Die Ostfriesenzeitung berichtete in seiner Ausgabe vom 10. Februar 2018 ausgiebig darüber und Edgar Behrend (OZ) bezeichnete in seinem Kommentar die Situation als „Trauerspiel“.

Zur Situation passt die aktuelle Petition:

Petition an die Bürgermeisterin und an den Rat der Stadt Leer zur Einrichtung einer würdigen, öffentlich zugänglichen Gedenkstätte am Ort der ehemaligen Synagoge in Leer

„Bis zur Brandstiftung während der Novemberpogrome hat an der Heisfelder Straße in Leer in der Nähe des „Bummert“ die jüdische Synagoge gestanden. Das Gelände ist heute in Privatbesitz. Neben einer kleinen Gedenkstätte auf der gegenüberliegenden Straßenseite erinnert am eigentlichen ehemaligen Standort der Synagoge nur eine kleine Gedenktafel an der Wand eines leerstehenden Gebäudes an die grausame Vergangenheit dieses Ortes. Mit der Petition, die von verschiedenen Schulen im Landkreis Leer initiiert wurde, sollen die Bürgermeisterin und der Rat der Stadt Leer aufgefordert werden, alles ihnen Mögliche dafür zu tun, dass unmittelbar an dem Ort, wo bis 1938 die Synagoge in Leer gestanden hat, eine würdige, öffentlich zugängliche Gedenkstätte entstehen kann und dass das ehemalige Synagogengelände nicht einfach überbaut werden kann. Mit dieser Initiative wollen wir nicht zuletzt Albrecht Weinberg danken, der an den Schulen im Landkreis Leer immer wieder seine Lebensgeschichte in unnachahmlicher und beeindruckender Weise erzählt hat. Wir bitten darum, die beiliegende Liste auszufüllen und zu unterzeichnen, um mit möglichst vielen Unterstützern und Unterstützerinnen bei der Stadt Leer vorstellig werden zu können.“

Erstunterzeichner/-innen:

Ulrike Janssen, Schulleiterin Gymnasium Rhauderfehn

Anke Chudzinski-Schubert, Gymnasium Rhauderfehn

Heike Focken, Vorsitzende „Freunde und Förderer des Gymnasiums Rhauderfehn e.V.“

Kalle Puls-Janssen, stv. Vorsitzender „Freunde und Förderer des Gymnasiums Rhauderfehn e.V.“

Andrea Fussy, Elternratvorsitzende Gymnasium Rhauderfehn

Ali Remmo und Rieke Heykants, Schülervertretung Gymnasium Rhauderfehn

Holger Klempin, Schulleiter KRO Overledingerland

Friedhelm Buchholz, Schulleiter Erich Kästner Schule Rhauderfehn

Ulf Rott, Schulleiter Teletta-Gross-Gymnasium Leer

Claudia Lax, Teletta-Gross-Gymnasium Leer

Die Petition ist online einsehbar unter

https://www.openpetition.de/petition/online/einrichtung-einer-gedenkstaette-am-ort-der-ehemaligen-synagoge-in-leer


 

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