Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V.

Chanukka 2018 in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer Eine gemeinsame Veranstaltung der EJS und der GCJZ Ostfriesland

Elischa Portnoy, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Dessau und Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz, führt in einem Artikel der Jüdischen Allgemeinen Zeitung (JA) vom 29.11.2018 aus, dass bei den jüdischen Feiertagen Chanukka und Purim in der Beliebtheitsskala ganz weit oben stehen. Allerdings werden beide Feste in der Tora nicht erwähnt; sie wurden vielmehr von den Weisen als Erinnerung an die großen Wunder in der jüdischen Geschichte eingeführt

Konstantin Schuchardt erklärte am 03.12.2015 in der JA, dass die Ereignisse, derer Juden in aller Welt ab dem 25. Kislew acht Tage lang gedenken, uns durch die Tradition des Talmuds, des ersten Makkabäerbuches und durch die Schriften des jüdisch-römischen Historikers Flavius Josephus bekannt sind. Wo der Talmud an Regularien sparte, haben Generationen von Juden Chanukka mit ihren Bräuchen angereichert. Ein sehr beliebter Brauch ist das Dreidelspiel. Die vier Seiten des Kreisels sind in der Diaspora mit den hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, He und Schin verziert und bilden die Anfangsbuchstaben des zentralen Satzes an diesem Fest: »Nes gadol haja scham – Ein großes Wunder ist dort geschehen«.

Die Leiterin der Ehemaligen Jüdischen Schule (EJS) in Leer, Frau Susanne Bracht, hatte die Lehrerinnen Wiebke Post und Jantje Henn mit über 40 Schülerinnen und Schüler der Friesenschule Leer für den 04.12.2018 eingeladen, um Chanukka gemeinsam zu feiern. Durch Anspiele veranschaulichten die Schülerinnen und Schüler Sinn und Inhalt von Chanukka mit dem dazugehörigen Dreidelspiel.

Im Anschluss daran wurde im Außenbereich der EJS an dem aus Bourtange von der dortigen jüdischen Gemeinde mitgebrachten Chanukkaleuchter das dritte Licht des Chanukkaleuchters angezündet.

Das jüdische Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Herr Albrecht Weinberg, zündete gemeinsam mit dem Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Herrn Baruch Chauskin, den Chanukkaleuchter im Innenraum der EJS an.

Wie bereits das Sommerfest 2018 der EJS umrahmte auch diesmal der Kantor Baruch Chauskin die Veranstaltung musikalisch.

Beim anschließenden gemütlichen Zusammensein konnten die traditionellen Sufganijot (Pfannkuchen, Berliner) gegessen werden.

Durch das gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Friesenschule Leer, dem Kantor Baruch Chauskin und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland gefeierte Lichterfest ist es beispielhaft gelungen, den Begegnungscharakter der Ehemaligen Jüdischen Schule zu betonen und insbesondere den Kindern und Jugendlichen jüdische Kultur nahe zu bringen.


 

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